Zellers Kolumne

Dr. Friedrich ZellerKolumne des Landrats des Landkreises Weilheim-Schongau
Dr. Friedrich Zeller.

Diese Exklusiv-Serie erscheint monatlich auch im Kreisboten.

08/2010

Energiewende Oberland
unser Landkreis wird Teil der Bürgerstiftung

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

Da sage noch einer, Kommunalpolitik sei langweilig. Wer den vergangenen Kreistag in Wildsteig beobachtet hat kann bestätigen, dass lebhaft diskutiert wird und im Vorhinein nicht feststeht, was zum Ende dabei herauskommt. Zur Frage unseres Klimaschutzkonzeptes war es nämlich so, dass der Klimabeirat und der Umweltausschuss empfohlen hatten, erneut verschiedene Konzepte zu prüfen und erst im Herbst eine Entscheidung zu treffen.

Aus der Mitte des Kreistags entwickelte sich dann aber die Überzeugung, nicht lange zu zögern, sondern der „Bürgerstiftung Energiewende Oberland“ beizutreten. Denn die Energiewende Oberland arbeitet in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach seit etlichen Jahren erfolgreich daran, die Klimaziele zu verwirklichen. Ohne Gegenstimme wurde dieser Weg nun eingeschlagen.

Ich halte den Beitritt zur Energiewende Oberland für die richtige Entscheidung. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, wenn in unserer direkten Nachbarschaft eine Organisation bewiesen hat wie es geht. Nachdem das von der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik erarbeitete Klimaschutzkonzept nun vom Kreistag abgesegnet wurde, ist es an der Zeit, die passende Organisation aufzubauen, um die festgelegten Ziele zu erreichen.

Nun sind wir alle gefragt: Klimaschutz ist eine Aufgabe, der sich jeder Bürger zuwenden kann. Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland bietet vielfältige Ansätze, um sich ehrenamtlich mit Ideen und Arbeit einzubringen. Unserem Landkreis wird es gut tun, in einem größeren Verbund Themen wie Energieeinsparung und Energieeffizienz zu bearbeiten. Wir sind nun gefordert, die Energiewende Oberland auf unseren Landkreis auszudehnen, neue Impulse zu setzen und aus dem Pfaffenwinkel den Sonnenwinkel zu machen.

Um das Klima zu schützen, müssen wir ein Klima des Aufbruchs erzeugen. Dabei spielt vor allem der ehrenamtliche Einsatz eine große Rolle. Das ist es, was mich am meisten an der Bürgerstiftung Energiewende Oberland begeistert. Es ist eine Stiftung von Bürgern und für Bürger. Es wird nicht gewartet, bis der Staat etwas tut. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen. Die Erfahrung lehrt, dass Organisationen am wirksamsten sind, wenn sie von unten getragen werden. So ist es bei der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und so soll es in Zukunft auch bei uns sein.

Mit sonnigen Grüßen
Ihr


Dr. Friedrich Zeller
Landrat

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