Zensus 2011

Gebäude I
Pütrichstraße 8, 82362 Weilheim i. OB
AufgabenAnsprechpartner

Zensus 2011
Erhebungsstelle
Zensuslogo

Jörg-Michael Hentschke
Leiter
Tel.:  0881/681-1166
Fax.:
E-Mail: zensus@lra-wm.bayern.de

Zensus 2011
Im Jahr 2011 findet in Deutschland zum ersten Mal seit 1987 wieder eine Volkszählung, der sogenannte "Zensus 2011" statt. Im Gegensatz zum damaligen Verfahren werden diesmal jedoch nicht alle, sondern lediglich insgesamt 10 % der Bundesbürger direkt zu verschiedenen Themen befragt.

1. Ziel: korrekte Einwohnerzahl zu ermitteln
Vorrangiges Ziel der Erhebung ist die Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl in Deutschland. Stichprobenartige Testerhebungen haben ergeben, dass die Melderegister vor allem in Städten und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern häufig fehlerhaft sind. So geht man davon aus, dass in Deutschland tatsächlich 1,3 Millionen Menschen weniger wohnen als derzeit angenommen wird. Da der Zensus deshalb vor allem in den größeren Kommunen durchgeführt wird, ergibt sich für den dicht besiedelten Landkreis Weilheim-Schongau sogar ein höherer Anteil der Bevölkerung, von dem Auskünfte erhoben werden sollen.

2. Ziel: Strukturdaten erheben
Ein zweites wesentliches Ziel des Zensus ist es, Informationen zum Wohnraum, zur Bildung und zum Erwerbsleben zu gewinnen. Wie viele Erwerbstätige gibt es, wie viele Menschen davon sind selbstständig? Wo werden in den kommenden Jahren wie viele Kinder eingeschult? Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland und wie sind sie ausgestattet? Um diese Fragen zu beantworten, braucht man genaue und aktuelle Strukturdaten, die nur ein Zensus liefert.
 
Keine traditionelle Volkszählung
Der Zensus 2011 wird in Deutschland mit einem neuen Verfahren durchgeführt werden: Statt alle Einwohner zu befragen, wie es bisher bei traditionellen Volkszählungen üblich war, werden nächstes Jahr hauptsächlich die Daten aus den Melderegistern der Kommunen, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Vermessungsverwaltung genutzt. Diese Methode reduziert sowohl den Verwaltungsaufwand für die Durchführung des Zensus als auch die Belastung der Bürger mit Auskunftspflichten.
In Bayern werden die Befragungen von den Landratsämtern und kreisfreien Städten durchgeführt.
 
Aktuell: 250 Interviewer gesucht!
Das Landratsamt Weilheim-Schongau sucht ca. 250 volljährige Bürgerinnen und Bürger, die möglichst im Landkreisgebiet wohnen und dazu bereit sind, gegen eine Aufwandsentschädigung ehrenamtlich als Interviewer tätig zu sein.
Die Befragungen finden von 9. Mai 2011 an in einem zehnwöchigen Zeitraum bis Ende Juli 2011 statt. Der zu verwendende Fragebogen umfasst zehn Seiten; ein Interview wird etwa 15 Minuten in Anspruch nehmen. Geplant ist, dass jeder Interviewer durchschnittlich 100 Personen befragen wird - auf Wunsch auch mehr oder weniger. Im April 2011 werden hierzu Schulungen stattfinden, um die Interviewer detailliert auf ihre Tätigkeit vorzubereiten.
Wer Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit als Interviewer hat, kann sich bereits jetzt bei der Erhebungsstelle im Landratsamt melden. Weitere Informationen sind auch auf  www.zensus2011.de und www.statistik.bayern.de/zensus abrufbar.

Zensus 2011 - Der Landkreis Weilheim-Schongau sucht noch Interviewer
Am 9. Mai startet deutschlandweite Volkszählung

Zum ersten Mal seit dem Jahr 1987 wird es in diesem Jahr wieder eine Volkszählung geben, den sogenannten Zensus 2011. Vom 9. Mai an müssen alle Gebäude- und Wohnungs¬eigentümer sowie mehr als 17.000 Privatpersonen im Landkreis Weilheim-Schongau einen ausführlichen Fragebogen beantworten. Jörg-Michael Hentschke, Leiter der Erhebungsstelle für den Zensus im Landratsamt Weilheim-Schongau, erläutert die Hintergründe.

Frage:Herr Hentschke, was bringt die Volkszählung? 
Jörg-Michael Hentschke: Wichtigstes Ziel ist die Erfassung der korrekten Bevölkerungs¬zahlen. In Berlin etwa leben nach aktuellen Schätzungen circa 300.000 Menschen weniger als offiziell gemeldet, was natürlich Auswirkungen hat - z. B. auf den Finanzausgleich zwischen den Ländern. Der Zensus liefert aber auch wesentliche Erkenntnisse über die Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Landkreis Weilheim-Schongau. Diese bilden die Grundlage für wichtige politische Entscheidungen. 

F: Was wird beim Zensus alles gefragt? 
J.H: Der Zensus besteht zum einen aus der Gebäude- und Wohnungszählung, die das Landesamt für Statistik schriftlich mit den Haus- und Wohnungseigentümern durchführt. Daneben gibt es die sogenannte Haushaltsstichprobe und die Befragung in Sonderbereichen, wie etwa Alten- und Pflegeheimen. Durch diese Befragungen, zu deren Durchführung die kreisfreien Städte und Landratsämter eigene, unabhängige Erhebungsstellen eingerichtet haben, sollen Daten, z. B. zu Bildungsabschlüssen und zum Migrationshintergrund, gewonnen werden. Außerdem werden Informationen zur Erwerbssituation der Bevölkerung erhoben.

F:Werden die Bürgerinnen und Bürger persönlich befragt? 
J.H: Die Gebäude- und Wohnungszählung erfolgt ausschließlich schriftlich. Für die übrigen Befragungen werden sich speziell geschulte Interviewer bei denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, die mittels eines Zufallsverfahrens für den Zensus ausgewählt wurden, schriftlich mit einem Terminvorschlag ankündigen. Zu diesem Termin sollte man dann zu Hause anwesend sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen anderen Termin zu vereinbaren oder aber den Fragebogen alleine oder per Internet auszufüllen. Hierzu sollte man mit seinem Interviewer Kontakt aufnehmen.

F:Muss man die Fragen beantworten? 
J.H: Wer über das Zufallsverfahren ausgewählt wurde, hat eine gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht. Als ausführende Behörde sind wir berechtigt, bei Verweigerung Zwangsgelder zu verhängen. Damit kann man sich übrigens nicht "freikaufen", denn Zwangsgelder können so oft verhängt werden, bis der Auskunftspflicht nachgekommen wird. Insofern appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger, am Zensus mitzuwirken. Alle Daten werden nur anonymisiert ausgewertet. Die eine Frage, die man nicht beantworten muss, ist die nach dem Glaubensbekenntnis.

F:Wer kann Interviewer beim Zensus werden? 
J.H: Insgesamt suchen wir für den Landkreis Weilheim-Schongau etwa 250 Interviewer. Melden kann sich jeder Mensch, der volljährig ist, die deutsche Sprache gut beherrscht, in diesem Frühjahr und Sommer zeitlich einigermaßen flexibel ist und nach Möglichkeit im Landkreis Weilheim-Schongau wohnt. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, wird aber mit einer Aufwandsentschädigung belohnt. Diese richtet sich nach der Anzahl der geführten Interviews und ist in den allermeisten Fällen steuerfrei. Jedem Interviewer werden etwa 100 zu befragende Personen zugeteilt, auf Wunsch auch mehr oder weniger. Pro geführtem Interview werden 7 Euro Entschädigung gezahlt, bei nicht geführten Interviews 2 Euro pro Haushalt. Notwendige Portokosten werden erstattet. Eine Wegstreckenentschädigung wird nach dem Bayerischen Reisekostengesetz gezahlt. Als Interviewer hat man dann ab 9. Mai zehn Wochen Zeit (bis zum 31. Juli), um die Befragungen durchzuführen - bei eigener Zeitplanung. Die Tätigkeit ist daher nicht nur für Abiturienten, Studenten, Rentner sowie Hausfrauen und -männer geeignet, sondern auch für Berufstätige. 

F: Wer trägt die Kosten für den Zensus? 
J.H: Der Zensus wird vom Bund und den Ländern finanziert. Auf den Landkreis kommt kein finanzieller Aufwand zu, da alle Kosten, auch für das Personal und die Ausstattung, vom Freistaat Bayern erstattet werden.

Wer Interesse an der Tätigkeit als Interviewer hat, kann sich bei der Erhebungsstelle im Landratsamt telefonisch unter (0881) 681-11 66 melden oder per E-Mail an zensus@lra-wm.bayern.de 

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