Aktuelles aus dem Fachbereich ...

I. Tierseuchen, Tierverkehr, Kennzeichnung von Tieren
  • Tilgung der Tierseuche BHV-1 in Oberbayern
  • Kennzeichnung von Schafen und Ziegen
  • Reisen mit Haustieren
  • Hundekot auf Viehweiden

II. Lebensmittelhygiene

  • Hygiene-Eigenkontrollen in Frischfleisch- und Geflügelfleischbetrieben
    - Entscheidung 2001/471/EG -
  • Kennzeichnung von Eiern - Legehennenbetriebsregistergesetz I.


1. Tilgung der Tierseuche BHV1 in Oberbayern

Mit dem Beschluss des Bayerischen Landtags vom 25.06.2003 wird die Staatsregierung aufgefordert, die 1986 begonnene BHV1-Bekämpfung schnellstmöglich im Rahmen vorhandener Ressourcen zum Abschluss zu bringen. Im Regierungsbezirk Oberbayern beträgt der Anteil der BHV1-freien Milchvieh- und Mutterkuhbestände 95,67 % (Stand: 31.10.2007). Die praktischen Erfahrungen haben gezeigt, dass ein wesentlich weiterer Fortschritt nur durch die gezielte Merzung der Reagenten zu erreichen ist. Deshalb wird nunmehr auch in Oberbayern für die letzten Reagenten die Tötung (Schlachtung) angeordnet. Mit gleichlaufenden Maßnahmen in Niederbayern und Schwaben soll somit die Tierseuche BHV1 in ganz Bayern vollständig getilgt werden 

  • Start der endgültigen Tilgung ist der 18. Februar 2008
  • Ziel: bis 31.05.2009 sollen alle Reagenten gemerzt worden sein
  • Aufstellung eines Tilgungsplans für jeden Betrieb mit Reagenten
  • Kreisverwaltungsbehörden ordnen die Tötung der Reagenten gem. § 7 BHV1-VO an.

 In der gegenwärtigen Bekämpfungsphase weden nur für die Reagenten Bescheide zur Tötung, für die einvernehmlich mit den Tierhaltern ein abgestimmter Schlachttermin vereinbart wurde. Bei der Schlachtung von Reagenten ab 18. Februar 2008 kann der gemeine Wert des Tieres entschädigt werden. Der gemeine Wert wird von den zuständigen Amtstierärzten  geschätzt und eine Tötungsanordnung erstellt.

I. 2. Kennzeichnung von Schafen und Ziegen

I. 3. Reisen mit Haustieren

Seit 01. Oktober 2004 gelten neue Richtlinien für das Reisen mit Hunden, Katzen und Frettchen. Diese Regelungen betreffen Reisen innerhalb der Europäischen Union und die Einfuhr und Wiedereinfuhr aus Drittländern.
Ausführliche Informationen finden Sie unter folgenden Internetseiten:
http://www.stmugv.bayern.de/tiergesundheit/reisen/index.htm
http://www.bmelv.de/cln_045/nn_753012/DE/07-SchutzderTiere/Heimtiere/__Heimtiere__node.html__nnn=true

I. 4.Hundekot auf Viehweiden

Angesichts von drastischen Konflikten zwischen Landwirten und Hundehaltern, die bis zu Drohungen reichten, freilaufende Hunde zu vergiften, wandten sich Bundstierärztekammer und Friedrich-Löffler-Institut nun an die Öffentlichkeit.
Zwar scheiden Hunde, die mit Neospora caninum infiziert sind, den Erreger mit dem Kot aus. Mit Hundekot verunreinigtes Futter sei deshalb eine mögliche Infektionsquelle für Rinder. Allerdings gibt es nach Ansicht der Experten eine Reihe von Indizien aufgrund aktueller Studien, die den normalen Stadt- und Familienhund entlasten. Generell sei die Übertragung von der Kuh auf das ungeborene Kalb als wesentlich bedeutender anzunehmen, als eine Infektion durch Hundekot. Landwirten wird geraten, Abortmaterial und Nachgeburten sofort für Hunde unzugänglich zu entsorgen. Wenn erst einige Tiere infiziert sind, aber bereits Neospora-assoziierte Aborte aufgetreten sind, sollten die positiven Tiere von der Zucht ausgeschlossen werden. Hunde sollten nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden. Aus hygienischen Gründen gehört Hundekot nicht in Lebensmittel und ebenso wenig in Futter für Lebensmittel liefernde Tiere. Anbauflächen von Obst und Gemüse sowie Weiden und für Grünfutter genutzte Wiesen sollten von Hundekot frei gehalten werden. Ausführliche Informationen finden Sie unter folgender Internetseite des Friedrich-Löffler-Institutes

 http://www.bfav.hnm.de/Neospora_caninum.179+M5e34df5a01a.98.html

 II. 1. Hygiene-Eigenkontrollen in Frischfleisch- und Geflügelfleischbetrieben

Wer ist betroffen?

  • zugelassene Betriebe
  • registrierte Betriebe
  • registrierte Zerlegungsbetriebe
  • Direktvermarkter
Was ist zu tun?

  • Mikrobiologische Kontrollen von Reinigung und Desinfektion im Produktions-umfeld: Abklatschproben
  • Mikrobiologische Untersuchung der Schlachtkörperoberflächen (Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd): Gewebeproben (oder Tupferproben)
  • Dokumentation und statistische Auswertung der Ergebnisse sowie Nachweis der ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung von Reinigung und Desinfektion.
    Die Organisation und Durchführung dieser regelmäßigen Untersuchungen liegt in der Verantwortlichkeit eines jeden einzelnen Betriebs.

    Wo sind die Proben zu nehmen? 

    Zu 1. Sterilisationsgeräte für Messer, Messer, Entblutungshohlmesser, Elastratoren, Brühkessel, Enddarm-Freischneid- und Einsackvorrichtung, Schlachtschragen, Sägeblätter, Enthäutungsmaschine, Zurichtgeräte, Poliermaschinen, Transporthaken und -behälter, Förderbänder, Schürzen, Schneidetische, Pendeltüren, Pansenrutschen, Überkopfstrukturen, von denen Feuchtigkeit abtropfen kann, usw. 

    Zu 2. Vier oberflächliche Gewebeproben vom Schlachtkörper mit einer Gesamtfläche von ca. 20 cm² nach dem Zurichten aber vor dem Kühlen. Folgende Probenahmestellen sind geeignet: Keule/Schinken, Flanke/Rücken, Unterbrust/Bauch, Kamm/Backe.

    Womit sind die Proben zu nehmen?

    Abklatschproben sind vorzugsweise mit fertigen Abklatschröhrchen zu nehmen, die über Medizinische Labors bezogen werden können. Materialzusendung, Abholung, Inkubation der Röhrchen und Befunderstellung werden meist komplett angeboten.

    Oberflächliche Gewebeproben von Schlachtkörpern werden vorzugsweise mit einem sterilisierten Korkbohrer oder Skalpell durch Sie selbst oder einen Beauftragten entnommen, in einem sterilen Gefäß gesammelt und zeitnah einem Medizinischen Labor zur Untersuchung zugeleitet. Wann sind die Proben zu nehmen? 

    1. Quartal: Monatlich an einem Tag je 3 Abklatschproben. Ist das Ergebnis annehmbar, sind zukünftig nur noch an einem Tag pro Quartal je 3 Abklatschproben zu nehmen. Im anderen Fall sind die Proben weiterhin monatlich zu nehmen. 

    2. Quartal: Abklatschproben wie oben; zusätzlich Gewebeproben an einem Tag je geschlachteter Tierart von jedem Tierkörper (maximal 5). Ist das Ergebnis der Gewebeproben annehmbar, sind die nächsten Gewebeproben erst wieder nach 6 Monaten zu nehmen. Im anderen Fall sind die Proben weiterhin einmal pro Quartal zu nehmen. 3. und 4. Quartal: Verfahrensweise wie oben.

    "annehmbar" = bei Abklatschproben: bis zu 10 Keime/cm²
                           = bei Gewebeproben: bis zu 104 Keime/cm² (Schwein) 
                                                                  bis zu 103,5 Keime/cm² (andere) 

    II. 2. Kennzeichnung von Eiern - Legehennenbetriebsregistergesetz

    Seit 01.01.04 ist für alle Betriebe mit mindestens 350 Legehennen oder Betriebe, die Eier der Güteklasse A in den Verkehr bringen, eine Registrierung verpflichtend. (Eine Ausnahme hiervon bildeten bis zum 30.06.05 Betriebe mit weniger als 350 Legehennen, die ihre Eier direkt vermarkten.) Alle anderen Betriebe können sich freiwillig registrieren lassen. Zuständige Behörde für die Registrierung in Bayern ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Ernährungswirtschaft und Markt - IEM 4. Entsprechende Antragsformulare erhalten Sie auf der Homepage der LfL unter
    www.lfl.bayern.de/iem/vieh_gefluegel/03121/.

    Für Rückfragen können Sie sich an die LfL wenden unter Tel. 089/17800-238. Nach Eingang der vollständigen Unterlagen erteilt die LfL dem Betriebsinhaber eine 12-stellige Registriernummer (z.B. ?-DE-09?????). Diese Nummer muß ab dem 01.01.04 zwingend auf jedes Ei der Güteklasse A deutlich lesbar aufgebracht werden, wobei sich die erste Stelle auf die Haltungsform bezieht (0=Bio, 1=Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung). Nicht gekennzeichnete Eier dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.

    Stand: 02.08.05

    • zugelassene Betriebe
    • registrierte Betriebe
    • registrierte Zerlegungsbetriebe
    • Direktvermarkter
    Was ist zu tun?

    • Mikrobiologische Kontrollen von Reinigung und Desinfektion im Produktions-umfeld: Abklatschproben
    • Mikrobiologische Untersuchung der Schlachtkörperoberflächen (Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd): Gewebeproben (oder Tupferproben)
    • Dokumentation und statistische Auswertung der Ergebnisse sowie Nachweis der ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung von Reinigung und Desinfektion.
      Die Organisation und Durchführung dieser regelmäßigen Untersuchungen liegt in der Verantwortlichkeit eines jeden einzelnen Betriebs.

      Wo sind die Proben zu nehmen? 

      Zu 1. Sterilisationsgeräte für Messer, Messer, Entblutungshohlmesser, Elastratoren, Brühkessel, Enddarm-Freischneid- und Einsackvorrichtung, Schlachtschragen, Sägeblätter, Enthäutungsmaschine, Zurichtgeräte, Poliermaschinen, Transporthaken und -behälter, Förderbänder, Schürzen, Schneidetische, Pendeltüren, Pansenrutschen, Überkopfstrukturen, von denen Feuchtigkeit abtropfen kann, usw. 

      Zu 2. Vier oberflächliche Gewebeproben vom Schlachtkörper mit einer Gesamtfläche von ca. 20 cm² nach dem Zurichten aber vor dem Kühlen. Folgende Probenahmestellen sind geeignet: Keule/Schinken, Flanke/Rücken, Unterbrust/Bauch, Kamm/Backe.

      Womit sind die Proben zu nehmen?

      Abklatschproben sind vorzugsweise mit fertigen Abklatschröhrchen zu nehmen, die über Medizinische Labors bezogen werden können. Materialzusendung, Abholung, Inkubation der Röhrchen und Befunderstellung werden meist komplett angeboten.

      Oberflächliche Gewebeproben von Schlachtkörpern werden vorzugsweise mit einem sterilisierten Korkbohrer oder Skalpell durch Sie selbst oder einen Beauftragten entnommen, in einem sterilen Gefäß gesammelt und zeitnah einem Medizinischen Labor zur Untersuchung zugeleitet. Wann sind die Proben zu nehmen? 

      1. Quartal: Monatlich an einem Tag je 3 Abklatschproben. Ist das Ergebnis annehmbar, sind zukünftig nur noch an einem Tag pro Quartal je 3 Abklatschproben zu nehmen. Im anderen Fall sind die Proben weiterhin monatlich zu nehmen. 

      2. Quartal: Abklatschproben wie oben; zusätzlich Gewebeproben an einem Tag je geschlachteter Tierart von jedem Tierkörper (maximal 5). Ist das Ergebnis der Gewebeproben annehmbar, sind die nächsten Gewebeproben erst wieder nach 6 Monaten zu nehmen. Im anderen Fall sind die Proben weiterhin einmal pro Quartal zu nehmen. 3. und 4. Quartal: Verfahrensweise wie oben.

      "annehmbar" = bei Abklatschproben: bis zu 10 Keime/cm²
                             = bei Gewebeproben: bis zu 104 Keime/cm² (Schwein) 
                                                                    bis zu 103,5 Keime/cm² (andere) 

      II. 2. Kennzeichnung von Eiern - Legehennenbetriebsregistergesetz

      Seit 01.01.04 ist für alle Betriebe mit mindestens 350 Legehennen oder Betriebe, die Eier der Güteklasse A in den Verkehr bringen, eine Registrierung verpflichtend. (Eine Ausnahme hiervon bildeten bis zum 30.06.05 Betriebe mit weniger als 350 Legehennen, die ihre Eier direkt vermarkten.) Alle anderen Betriebe können sich freiwillig registrieren lassen. Zuständige Behörde für die Registrierung in Bayern ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Ernährungswirtschaft und Markt - IEM 4. Entsprechende Antragsformulare erhalten Sie auf der Homepage der LfL unter
      www.lfl.bayern.de/iem/vieh_gefluegel/03121/.

      Für Rückfragen können Sie sich an die LfL wenden unter Tel. 089/17800-238. Nach Eingang der vollständigen Unterlagen erteilt die LfL dem Betriebsinhaber eine 12-stellige Registriernummer (z.B. ?-DE-09?????). Diese Nummer muß ab dem 01.01.04 zwingend auf jedes Ei der Güteklasse A deutlich lesbar aufgebracht werden, wobei sich die erste Stelle auf die Haltungsform bezieht (0=Bio, 1=Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung). Nicht gekennzeichnete Eier dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.

      Stand: 02.08.05
      © Landratsamt Weilheim SchongauSeite drucken | nach oben
      Einstellung der Schriftgröße Schriftgröße
      Suche Suche