Die Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs hat sich im Zuge der Globalisierung und des damit verbundenen Wettbewerbs zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Viele Unternehmen machen ihre Standortentscheidungen zunehmend mit davon abhängig. Das spüren auch die Kommunen und Landkreise. Während in Ballungsgebieten die schnelle Datenübertragung Standard ist, haben Privathaushalte und Unternehmen im ländlichen Raum oft noch Probleme. Die unzureichende Breitbandversorgung hat verschiedene Ursachen:
Zum einen sind es wirtschaftliche Gründe, die einem weiteren Ausbau auf standardisierten Wegen entgegenstehen. Zum anderen herrscht bisweilen Unklarheit über die konkrete Nachfrage vor Ort. Um dieser Situation zu begegnen, wurde die "Breitband-Initiative" gegründet; Partner sind der Bayersiche Industrie- und Handelskammertag (BIHK), das Bayerische Wirtschaftsministerium, der Bayerische Gemeinde-, Städte- und Landkreistag.
Ziel der Aktivitäten der Breitband-Initiative ist es, Eigeninitiativen zu unterstützen und mehr Transparenz in Angebot und Nachfrage zu bringen. Ein wichtiges Instrument ist das Breitbandportal Bayern, das den Kommunen wie auch den Anbietern im Internet unter der Adresse www.breitband.bayern.de zur Verfügung steht.
Neben großen, z.T. international tätigen Providern gibt es kleine und mittelständische Unternehmen, die alternative Überlegungen und Lösungen sowohl in technischer wie auch finanzieller Hinsicht anbieten.
Notwendige Voraussetzung dazu ist ein Überblick über den konkreten Bedarf für Breitbandlösungen vor Ort. Im Zuge dessen werden die Gemeinden gebeten, einen "Breitbandpaten" zu benennen, der für die Ermittlung und Erfassung des Bedarfs an DSL-Anschlüssen zuständig ist. Idealerweise ist dies ein Mitarbeiter aus der Verwaltung. Durchaus sinnvoll kann es sein, kleinere Gemeinden auf der Ebene der Verwaltungsgemeinschaften zusammenzufassen. Konkrete Informationen zum "Breitbandpaten" und seinen Aufgaben sowie dem Verfahren erhalten die Gemeinden bei der IHK München, Herrn Burger burger@muenchen.ihk.de oder im Landratsamt Weilheim-Schongau bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung. Einen aktuellen Überblick zum Stand der "Patenkommunen" erhält man ebenfalls unter www.breitband.bayern.de.
Fördermöglichkeiten:
Gemäß der Richtlinie zur Förderung der Breitbanderschließung in ländlichen Gebieten vom 23. Juni 2008 fördert der Freistaat Bayern die zur Herstellung einer bedarfsgerechten Breitbandinfrastruktur notwendigen Investitionen. Zweck der Zuwendung ist die Stärkung ländlicher Gebiete, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von forst- und landwirtschaftlichen Betrieben sowie die Steigerung der Attraktivität ländlicher Gebiete als Wirtschaftsstandort.
Gefördert werden Machbarkeitsstudien und Planungsarbeiten von Gemeinden und Gemeindeverbänden, Ausgaben von Gemeinden und Gemeindeverbänden an private oder kommunale Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze sowie Investitionen der Gemeinden oder Gemeindeverbände in den Auf- oder Ausbau eigener leitungsgebundener und/oder funkbasierter Breitbandinfrastrukturen.
Die ersten Kommunen im Landkreis ,die in Genuss der staatlichen Förderung kamen, waren zu Beginn des Jahres 2009 die Gemeinden Bernbeuren und Burggen; es folgten 2010 die Gemeinden Altenstadt, Hohenfurch und Ingenried.
Machbarkeitsstudie
Im Mai 2010 starteten 26 Kommunen gemeinsam mit der Fa. IK-T und dem Landratsamt Weilheim-Schongau die Arbeiten zur Machbarkeitsstudie. Basierend auf einer umfangreichen Ist- und Bestandserhebung wird ein Infrastrukturkataster erstellt . In der eigentlichen Machbarkeitsstudie werden basierend auf einer Grobnetzplanung technisch machbare Lösungsmöglichkeiten individuell für jede Kommune vorgestellt und mit Kostenschätzungen veranschlagt.
Für die Ist - und Bedarfserhebung werden in den Juni -Wochen über die Kommunen und das Landratsamt Fragebögen an Haushalte und Gewerbebetriebe im Landkreis versendet, um den derzeitigen Versorgungsstand zu erriuieren und den künftigen Bedarf abzufragen. Parallel werden die Infrastrukturdaten zur Breitbandversorgung über Fragebögen direkt bei den Kommunen erhoben.
Die Fragebögen wurden von der Fa. IK-T in Zusammenarbeit mit der Uni Würzburg speziell für das Verfahren entwickelt. Die Fragebögen werden über die Gemeinden beim Landratsamt gesammelt und zur Auswertung an die IK-T zur Auswertung mit der Uni Würzburg weitergeleitet.
Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten , ist eine hohe Beteiligung erforderlich. Für Interessenten, die keinen Fragebogen erhalten haben , besteht die Möglichkeit, den Fragebogen herunter zu laden und anschl. ausgefüllt an das Landratsamt Weeilheim-Schongau, Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Pütrichstraße 8 , 82362 Weilheim zu senden oder unter der Nummer 0881/681-2322 zu faxen.
Ihre Antworten sind wichtig ! Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und füllen Sie den Fragebogen aus! Vielen Dank!
Fragebogen für privaten Haushalt: hier
Fragebogen für Gewerbebetriebe incl. Freiberufler, Landwirte, Heimarbeitsplätze): hier