Informationsblatt Freiflächengestaltungspläne

Gestaltung: Fachreferat für Naturschutz, Gartenbau und Landespflege

1. Anforderungen an eine Freiflächengestaltung
 
Grundsätzlich soll bei jedem Neubauvorhaben und größeren Um- und Erweiterungsbauvorhaben das Umfeld des Bauvorhabens nach gestalterischen und ökologischen Gesichtspunkten angelegt werden (Art 5 BayBO). Gemäß § 7 Abs. 2 Ziffer 11 BauVorlV können bei Baugenehmigungsverfahren von der unteren Bauaufsichtsbehörde entsprechende Planunterlagen als Bestandteil des Bauantrages gefordert werden (Freiflächengestaltungsplan). Hierbei sind insbesondere Art. 6 und 6a des Bayerischen Naturschutzgesetzes, evt. eine Baumschutzverordnung der Gemeinde und die Festsetzungen eines Bebauungsplanes bzw. Grünordnungsplanes, falls vorhanden, zu beachten.

2. Planverfasser

Freiflächengestaltungspläne sind nach fachlich anerkannten Regeln auszuarbeiten und darzustellen. Es wird empfohlen, Fachleute (z.B. Landschaftsarchitekten) damit zu beauftragen.

3. Plandarstellung

Der Regelmaßstab für Freiflächengestaltungspläne ist M 1:100 oder 1:200. Es ist von Vorteil, den Plan mit einem Übersichtslageplan (evt. Auszug aus dem amtlichen Katasterplan) zu ergänzen.
Darzustellen sind:

Grundstücksgrenzen
Grundstücksbebauung mit Angabe der Geschoßzahl und Nutzungen
Unterbaute oder überbaute Flächen des Grundstücks
Zugänge und Zufahrten zum Grundstück und in Gebäude incl. Feuerwehrzufahrten und Rettungswege
Vorhandenes und geplantes Geländeniveau (Abgrabungen, Aufschüttungen) mit Anschluß an die Nachbargrundstücke
Größe und Beläge der befestigten Flächen (Wege, Notzufahrten, Stellplätze, Terrassen, Lagerflächen, etc.)
Gehölze und sonstige Vegetationsflächen (Bestand, Neuanlage, Beseitigung) mit jeweils der Angaben von Art (botanischer Name), Anzahl und Größe
Bei unterbauten Flächen (Tiefgaragen) ist der geplante Bodenaufbau im Maßstab 1:20 darzustellen
Lage, Größe und Ausstattungen von Kinderspielplätzen
Lage, Größe und Bauart von Einfriedungen (Zäune, Garagentore) und aller sonstigen Nebenanlagen (Mülltonnen, Fahrradständer, etc.)
Wichtige Leitungen, die mit vorhandenen oder geplanten Baumstandorten abgestimmt sind.

4. Behandlung der Freiflächenplanung

Gibt es keine planerischen Vorgaben, kann der Freiflächengestaltungsplan - möglichst bereits im Vorfeld der Baueingabe - mit dem Landratsamt abgestimmt werden. Fachliche Einzelfragen können mit dem Fachreferat für Naturschutz, Gartenbau und Landespflege besprochen werden. Bitte vorherige Terminabsprache.

Der fachlich gebilligte Freiflächengestaltungsplan wird bei Sonderbauten Bestandteil der Baugenehmigung.
November 2001

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