KoKi Netzwerktreffen

Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder

Viele Personen an Tischen
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Risiken, Belastungen und Unterstützungsmöglichkeiten von Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil – mit diesen Themen beschäftigten sich im Oktober 2018. die rund 60 TeilnehmerInnen des diesjährigen Netzwerktreffens der KoKi in Kooperation mit der staatlichen Schwangerenberatung des Gesundheitsamtes.

Für die etwa 3,8 Millionen betroffenen Kinder, bedeutet das Zusammenleben mit einem Elternteil, das an einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung leidet, ein erheblich erhöhtes Risiko für Vernachlässigung und körperliche oder seelische Gewalt. Zwischen 40 - 80 % dieser Kinder entwickeln später selbst eine psychische Störung.

Im vollbesetzten Zugspitzsaal des Landratsamtes Weilheim-Schongau gab Prof. Dr. Albert Lenz, vom Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, eine Einführung, wie diesen Risiken schon in der frühen Kindheit entgegengewirkt werden kann.

Von besonderer Bedeutung ist hierbei, die Fähigkeit der Eltern zu stärken, sich in die Gedanken und Bedürfnisse ihrer Kinder hineinzuversetzen. Aber auch die konkrete Unterstützung in Belastungssituationen und die Aufklärung der Kinder sollten in diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert erhalten.

Im Austausch der TeilnehmerInnen wurde spürbar, wie sehr diese Thematik die Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen der Schwangerschaft und Frühen Kindheit herausfordert. Vielerlei Anregungen und Denkanstöße, diese Herausforderungen anzugehen, konnten aus dem spannenden Vortrag des renommierten Referenten gewonnen werden.