Gesundheitsamt

Grippewelle erreicht den Landkreis Weilheim-Schongau

Viren bildlich dargestellt
Viren

Im Landkreis Weilheim-Schongau wurden dem Gesundheitsamt in den letzten Wochen insgesamt 32 Fälle an Influenza gemeldet, davon alleine schon 10 Fälle in der ersten Woche des neuen Jahres. Und täglich werden es mehr. „Die Grippewelle hat unseren Landkreis jetzt voll erwischt“, so Dr. Stefan Günther vom Gesundheitsamt. 

Betroffen sind heuer Erkrankte aus allen Altersgruppen, in einigen Fällen ist es auch schon zu Krankenhauseinweisungen gekommen.

Überwiegend handelt es sich heuer bei den beobachteten Fällen um Typ-B-Erkrankungen.

„Eine Virusgrippe ist keine harmlose Erkrankung“ so Dr. Günther weiter.

Die Influenza ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege des Menschen. Die Infektion wird durch kleine Tröpfchenmengen ausgelöst und ist hoch ansteckend. Grippe kann beim Sprechen, Niesen oder direkten Kontakt übertragen werden.

Die Influenza kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland pro Grippesaison - von Dezember bis April - tausende Menschen an Influenza. Influenzaviren schädigen die Schleimhaut der Atemwege, vermindern die Abwehrkräfte, dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig. Denn trotz des rapiden  Fortschritts der medizinischen und pharmazeutischen Forschung fordert diese schwere Infektionskrankheit auch heute noch jedes Jahr  Menschenleben.

Die Symptome treten typischer Weise schlagartig auf: hohes Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, starkes Krankheitsgefühl sowie trockener Husten.

Die wirkungsvollste Maßnahme zur Vorbeugung der Influenza ist - auch jetzt noch - die Grippeschutzimpfung. Sie trainiert das Immunsystem. Nach der Impfung benötigt unser Körper in der Regel etwa 10 bis 14 Tage zur Ausbildung des Impfschutzes.

Aufgrund des bisherigen Erfahrungen ist der Impfstoff gut verträglich, die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Übrigens: Antibiotika helfen bei der Virusgrippe nicht!

„Da die Influenzaviren von Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mundübergehen, sollten wir die Händehygiene die nächsten Wochen in den Vordergrund stellen“, empfiehlt Dr. Günther. Allen, die an den oben genannten Symptomen erkranken, wird dringend empfohlen, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Da die Influenza eine schwere Erkrankung ist, empfiehlt der Arzt auch körperliche Schonung, bis die Symptome wieder vollständig abgeklungen sind.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Ärztinnen und Ärzte des Gesundheitsamts unter Telefon 0881-681 1600 oder per Mail Gesundheitsamt@lt zur Verfügung

Kategorien: Landkreis