Darmkrebsmonat

Es gibt kein zu jung für Darmkrebs

Viren bildlich dargestellt
Viren

Gemeinsame Pressemeldung Gesundheitsamt Weilheim-Schongau und Ärztlicher Kreisverband Weilheim-Schongau

Zum 18. Mal findet im März der Darmkrebsmonat statt, den die Felix-Burda-Stiftung deutschlandweit ins Leben gerufen hat. Das Motto 2019 lautet „Es gibt kein zu jung für Darmkrebs. Rede mit Deiner Familie“.

„Zwischen 2002 und 2017 haben rund 6,5 Millionen Menschen in Deutschland an der Vorsorgeuntersuchung Darmspiegelung teilgenommen, dadurch konnten nach Schätzung von Experten in etwa 120.000 Todesfälle und 250.000 Neuerkrankungen verhindert werden“, berichtet Dr. Breu, 1.Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Weilheim-Schongau. Diese Zahlen sollten Mut machen die Darmkrebsvorsorge selbst in die Hand zu nehmen. Erfreulich ist es, so Herr Dr. Günther, Leiter des Gesundheitsamts, dass nach den uns vorliegenden Zahlen für den Landkreis Weilheim-Schongau die Inanspruchnahme der Darmkrebsfrüherkennungsuntersuchung deutlich höher ist als im bayernweiten Durchschnitt. Allerdings wird diese Beobachtung etwas getrübt durch die Tatsache, dass tendenziell seit dem Jahr 2009 ein Abwärtstrend bei der Wahrnehmung von Krebsvorsorgeuntersuchungen insbesondere bei der Darmkrebsvorsorge zu verzeichnen ist. Dabei ist es umso wichtiger, so die Mediziner übereinstimmend, dass eine Darmkrebsvorsorge möglichst regelmäßig ab dem 50.Lebensjahr in Anspruch genommen wird. Darmkrebs sei eine stille Krankheit und verursache zunächst keine Symptome. Wenn dann typische Beschwerden wie Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder sichtbare Blutauflagerungen auftreten sei die Krankheit oft schon weit fortgeschritten – deshalb gelte: je früher desto besser. Gesetzlich Krankenversicherte ab 50 Jahren haben Anspruch auf einen jährlichen Test auf verdecktes Blut im Stuhl. Dieser Test kann erste Hinweise auf einen Darmtumor oder Polypen geben. Ab 55 Jahren haben Versicherte Anspruch auf die Durchführung von zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren. Die Darmspiegelung gilt als die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs: Vorstufen von Darmkrebs können aufgespürt und teilweise sogar umgehend entfernt werden. Anders verhält es sich dagegen, wenn ein familiäres Risiko für Darmkrebs vorliegt: In einem solchen Fall kann bereits ab dem 25.Lebensjahr eine Darmspiegelung lebensrettend sein. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann auch hierfür die Kosten im jüngeren Alter.

Die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung sei aber nicht alles was man gegen Darmkrebs tun könnte. „Ein allgemein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Reduktion des Alkoholkonsums, Verzicht auf Tabakkonsum und Bewegung gilt als bestes Präventionsrezept“ erläutert Dr. Günther. Übergewicht, Bewegungsmangel und Nikotinkonsum dagegen erhöhen das Darmkrebsrisiko um ein vielfaches. Und natürlich sei auch Achtsamkeit gefragt: Bei einer unerklärlichen Gewichtsabnahme, länger anhaltenden Bauchschmerzen, lauten Darmgeräuschen, häufigen Stuhlgang und auch anderweitig veränderten Stuhlgewohnheiten sollte man mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen und die Symptome professionell abklären lassen.

In diesem Zusammenhang weist Dr. Günther, Leiter des Gesundheitsamts Weilheim-Schongau darauf hin, dass die Befragung für Onkologiepatienten im Landkreis Weilheim-Schongau aufgrund der hohen Nachfrage um weitere 14 Tage bis zum 14.03.2019 verlängert wurde. Interessenten können sich an der Umfrage noch über die Webseite Gesundheitsregion plus www.gesundheitsregion-wm-sog.de beteiligen oder sich den Fragebogen in ausgedruckter Form beim Gesundheitsamt in der Weilheimer Eisenkramergasse abholen oder zuschicken lassen.

Während des Darmkrebsmonats März sind im Eingangsbereich des Gesundheitsamts auch weiterführende Informationen zur Darmkrebsvorsorge verfügbar. Die Ärztinnen und Ärzte des Gesundheitsamts stehen Ihnen für Ihre Fragen selbstverständlich auch zur Verfügung. 

Dr. Breu                                                        Dr. Günther
1.Vorsitzender des                                         Leiter des Gesundheitsamtes
Ärztlichen Kreisverbandes                               Weilheim-Schongau
Weilheim-Schongau

 

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