Ozonwerte noch im Normbereich

Gesundheitsamt warnt vor Hitze und hoher UV-Strahlung

Mehrere Personen beim Baden im Oberhausener Badeweiher
Oberhausen Badeweiher

Die anhaltende Hitzeperiode in den nächsten Tagen und die hohe UV-Einstrahlung können bei gefährdeten Personen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Dr. Stefan Günther, Leiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt Weilheim-Schongau: „Gefährdet sind insbesondere ältere, pflegebedürftige oder kranken Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder. Diese Personengruppen, aber auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger sind gefährdet, weil es in der warmen Jahreszeit sehr schnell zu einem hohen Flüssigkeitsverlust im Körper kommt.“

Symptome einer mangelnden Flüssigkeitszufuhr zum Körper können sein: stark gerötetes heißes Gesicht, Kopfschmerzen, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Muskel- bzw. Bauchkrämpfe, ungewohnte Unruhegefühle, Verwirrtheit, zum Teil treten auch Verstopfung oder eine erhöhte Temperatur über 37,5° Celsius auf, die mit einem infektionsbedingten Fieber verwechselt wird. Als Sofortmaßnahmen bei Hitzebeschwerden sollte die betroffene Person möglichst rasch in den Schatten bzw. einen kühlen Ort aufsuchen und viel trinken. Empfohlen sind Trinkmengen von täglich mind. 1-2 Liter Flüssigkeit mehr als sonst, z.B. Trinkwasser und Mineralwasser, außerdem Fruchtsaftschorle, Früchte- und Kräutertees. Alkohol, Kaffee und Schwarztee sollte an sehr heißen Tagen allenfalls in geringen Mengen getrunken werden.

Neben der Gefahr des Flüssigkeitsverlusts ist auch zu beachten, dass die UV-Strahlung aktuell ungewohnt hohe Werte erreicht. Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt daher, unbedingt die Einhaltung von Schutzmaßnahmen. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (Lichtschutzfaktor mind. 15+), Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung zum sonnengerechten Verhalten. Sportliche Betätigungen, insbesondere in der Mittagszeit sollten nach Möglichkeit nur einen leichten Umfang haben. Auch hier ist auf eine ausreichende Trinkmenge und einen entsprechenden Sonnenschutz zu achten.

Erfreulicherweise bewegen sich die Ozonwerte noch unterhalb der Hinweisschwelle von 180 µg je Kubikmeter Luft. Sollte die warme Witterung jedoch länger anhalten, ist mit einem Überschreiten des Normwertes von 180 µg je Kubikmeter zu rechnen. Dann sollten Personen, die besonders empfindlich auf Ozon reagieren, vorsorglich ungewohnte und erhebliche körperliche Anstrengung im Freien vermeiden. Das Bayerische Landesamt für Umwelt rät in dieser Zeit von besonderen sportlichen Ausdauerleistungen allgemein ab.

Im Übrigen kann jede Bürgerin und jeder Bürger selbst dazu beitragen, die Ozonbelastung gerade in Zeiten extremer Hitze zu verringern, indem auf nicht notwendige Fahrten mit Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor verzichtet wird.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter Tel.: 0881/681-1600, E-Mail: gesundheitsamt@lra-wm.bayern.de   selbstverständlich gerne zur Verfügung. Die aktuellen Ozonwerte finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt www.lfu.bayern.de, Stichwort „Ozon“. Daneben bietet der Deutsche Wetterdienst www.dwd.de auch die Möglichkeit, sich aktuelle Warnmeldungen über besondere Wetterlagen (Hitze, UV-Index) zu abonnieren und diese tagesaktuell als E-Mail senden zu lassen.

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