"Des is ja Wahnsinn, da kumm i nommal!"

Traunsteiner Landrat besucht den Landkreis Weilheim-Schongau

Die Vertreter der beiden Landkreise vlnr.: Sepp Bauer (persönlicher Referent des Landrats Walch), Kreisrat und (Trom)peter Ostenrieder, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Landrat Siegfried Walch, Rene Jakob (Geschäftsführer Radom GmbH), Lothar Wagner (Geschäftsleiter Landratsamt Traunstein), Georg Leis (Geschäftsleiter Landratsamt Weilheim-Schongau) im Radom
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Damit hatte Siegfried Walch wahrlich nicht gerechnet. Der junge Landrat aus Traunstein war in der vergangenen Woche auf Einladung von Andrea Jochner-Weiß zu einem Besuch in den Landkreis Weilheim-Schongau gekommen. Beiden ist ein intensiver Erfahrungsaustausch auf breiter Ebene sehr wichtig. Schon im Winter hatte sich eine Delegation aus Weilheim-Schongau nach Traunstein aufgemacht – der Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten. Siegfried Walch, mit 33 Jahren einer der jüngsten Landräte in Bayern, informierte sich mit einer kleinen Delegation über Herausforderungen, Gegebenheiten und nicht zuletzt die Kulturförderung des Landkreises Weilheim-Schongau. Nach ersten Gesprächen im Landratsamt war eine Führung im Industriedenkmal Radom Raisting vorgesehen, die den Landrat sichtlich begeisterte. Alleine die Vorstellung, dass die Liveübertragung der Mondlandung nach Deutschland ohne diese Antenne gar nicht möglich gewesen wäre, verdeutliche ihm die Bedeutung dieses einzigartigen Denkmals. Bis ins Detail ließ er sich von Radom-Geschäftsführer Rene Jakob die Funktionen erklären, nachdem er von dem mit ihm befreundeten Kreisrat Peter Ostenrieder per Trompetensolo auch die unglaubliche Akustik des Gebäudes demonstriert bekommen hatte.

Nach dem Radom machte sich der Tross auf ins Buchheim-Museum nach Bernried, wo bereits Bürgermeister Josef Steigenberger den Kunstliebhaber Walch erwartete und vor Ort eine persönliche Führung durch das Museum organisiert hatte. „Des is ja da Wahnsinn, do kumm i nommal ganz privat“, konnte er seine Begeisterung angesichts der weltbekannten Werke in dem Museum nicht zügeln. Auch die große Präsenz der Bildenden Kunst im Ortsbild von Bernried sprach ihn an. Das habe er insgesamt nicht erwartet, beteuert er immer wieder an seine Kollegin Jochner-Weiß, die mit der Präsentation der beiden Kulturstätten offenbar ins Schwarze getroffen hatte. Zum Abschluss wurde der Tag bei einem Arbeitsessen in lockerer Runde beendet, nicht jedoch ohne schon eine Fortsetzung des landkreisübergreifenden Austauschs zu bestimmten Themen zu beschließen. Nach dem Gesundheitswesen und der Kultur dürften noch viele Themen darauf warten, auch mal über die Kreisgrenzen hinaus beleuchtet zu werden. „Es ist unglaublich befruchtend, auch mal zu sehen, wie man in anderen Landkreisen an Problemstellungen und vor allem deren Lösungen herangeht. Wenn man sich dann auch noch gut versteht, kann jeder nur davon profitieren.“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß abschließend.

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