Silvester ohne Feuerwerk

Verkaufsverbot für Feuerwerk und Ausgangssperre

Winterlandschaft
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Landrätin appeliert auf das Böllern zu verzichten

Für viele Menschen ist der Jahreswechsel untrennbar mit einem Feuerwerk verbunden. Der Appell in diesem Jahr, auf diesen Brauch zu verzichten, wird seitens der Politik mit einem Verkaufsverbot von Böllern unterstrichen. Mit dieser Einschränkung soll vermieden werden, dass Rettungskräfte und Ärzte nicht noch durch Einsätze infolge von Unfällen mit Feuerwerkskörpern zusätzlich belastet werden.

„Als Landrätin appelliere ich an die Vernunft und Einsicht aller Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr auf jegliches Feuerwerk zu verzichten! Das zünden von Feuerwerkskörper und Böller aus den Vorjahren kann zwar im eigenen Garten und auf der eigenen Terrasse nicht grundsätzlich verboten werden, aber dennoch bitte ich sie darauf zu verzichten! Der Verzicht ist einerseits gerade für Mensch und Tier, aber auch für die Luft und die Müllbelastung ein positiver Aspekt, vordringlicher Grund in diesem Jahr für diese Regelung ist jedoch der Gesundheitsschutz. Wir sollten dieses einschränkende und kuriose Krisenjahr am Jahresende vielmehr zum Anlass nehmen, im engsten Familienkreis zu feiern und sehen alle zusammen einem hoffentlich wieder uneingeschränkten Silvester 2021 entgegen!“, appelliert Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Die allgemeine Ausgangsbeschränkung von 21 Uhr bis 5 Uhr, auch an Silvester und Neujahr sorgt dafür, dass sich zum Jahreswechseln niemand außerhalb seiner Wohnung aufhalten darf. Das Abbrennen von Pyrotechnik stellt keinen unabweisbaren Grund dar, die Wohnung zu verlassen.

Dennoch gibt es sicher Familien, die noch Restbestände aus dem Vorjahr auf ihrem eigenen Garten oder Terrasse abfeuern möchten. Diese Bereiche zählen zum privaten Raum, sodass man sich auch nach der Ausgangssperre um 21:00 Uhr dort aufhalten darf. Allerdings können Feuerwerkskörper und Böller aus den Vorjahren unter Umständen durch falsche Lagerung beschädigt sein und sollten nach Möglichkeit nicht gezündet werden, da dies mit einer erhöhten Verletzungsgefahr einhergeht.  

„Aufgrund der aktuellen Umstände sind unsere Krankenhäuser und das Gesundheitssystem sehr gefordert. Eventuelle Verletzungen mittels Böller oder Feuerwerk können hier zusätzliche Belastungen erzeugen, die es im Moment zu vermeiden gilt. Die Zahlen zeigen, dass gerade im Bereich der Intensivstationen bereits eine Belegung erreicht ist, die uns veranlasst, nachdrücklich um Risikovermeidung zu bitten“, so die Landrätin. „Nur so kann momentan gewährleistet werden, dass echte Notfälle parallel zu den Covid-Fällen zu jeder Zeit sicher behandelt werden können. Auch wenn ich natürlich weiß, dass für viele Silvester ohne Feuerwerk nicht vorstellbar erscheint, kann ich doch meine eindringliche Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger nur noch einmal mit allem Nachdruck wiederholen: Verzichten Sie auf Feuerwerk! Ihr Verzicht ist ein Gewinn für uns alle!"

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