Den überregionalen Austausch fördern

Delegation des Landkreises Weilheim-Schongau zu Besuch bei der Deutschen Bahn AG

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„Ein wichtiges Signal“ nannte Karl-Heinz Grehl, stellvertretender Landrat Weilheim-Schongau, den Termin, der in erster Linie den überregionalen Austausch fördern und an vergangene Gespräche neu anknüpfen sollte. Gemeinsam mit Manfred Plonner und Judith Dangel (Landratsamt Weilheim-Schongau) sowie Norbert Moy (Pro Bahn e.V. Weilheim) lotete er die Möglichkeiten zur Optimierung der Schienensituation im Landkreis aus.

Pfaffenwinkelbahn, Ammerseebahn, Kochelseebahn und Werdenfelsbahn standen auf der Tagesordnung im Sitzungsraum der Deutschen Bahn an der Richelstraße in München.

Im Zentrum standen hier vor allem Fragen zur Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn und der Ammerseebahn, zu Bahnsteighöhen, zum Bau von Bahnschranken und der Barrierefreiheit an allen Bahnhöfen. Diskutiert wurde auch über Verbesserungen bei Takt und Frequenz in den Planungen der nächsten Jahre.

Alle bekannten und in den letzten Monaten auch öffentlich diskutierten Probleme und Verbesserungsvorschläge zu den Bahnstrecken wurden angesprochen.

Ein besonderes Anliegen der Vertreter des Landkreises ist die Ausstattung aller Bahnübergänge der Pfaffenwinkelbahn, aber auch der Ammerseebahn mit Schrankenanlagen. Hier soll im Jahr 2019 mit dem Bahnübergang bei Oderding an der Pfaffenwinkelbahn begonnen werden.

Es bestand Einigkeit darüber, dass es einen großen Investitionsbedarf auf den Bahnstrecken im Landkreis Weilheim-Schongau gibt. Als erster Schritt wird daher noch heuer die Leit- und Sicherungstechnik auf der Kochelseebahn erneuert. Hierdurch wird die Strecke auch etwas beschleunigt, was der Pünktlichkeit des Zugverkehrs zu Gute kommen wird und weitere Halte in Iffeldorf ermöglicht. Ebenfalls noch in diesem Jahr startet der barrierefreie Ausbau des Haltepunkts Bernried, womit nach Fertigstellung in 2019 dann alle Stationen  zwischen Tutzing und Kochel barrierefrei zugänglich sein werden.

Einem weiteren Ausbau der Strecken steht derzeit vor allem die fehlende Finanzierbarkeit im Wege. Bund und Land müssen Mittel zur Verfügung stellen, wobei für Streckenausbauten der Bund und für die Bestellung der SPNV-Zugfahrten der Freistaat zuständig sind. „Wir werden dranbleiben und den regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen suchen“, so Grehl, der den Beteiligten auch für den erfolgreichen Ausbau der Werdenfelsbahn zum halbstündigen Takt und des Bahnhofes in Weilheim dankte.

Kategorien: Landkreis