Wichtige Impulse für die Seniorenarbeit im Landkreis

Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts erfolgreich gestartet

Eine der Gruppen beim Treffen der ambulanten Pflegedienste sowie weiterer Akteure wie Krankenhaus, Pflegeversicherung und Palliativversorgung
In ihren jeweiligen Treffen erarbeiteten die Teilnehmenden Ideen und konkrete Maßnahmen für die Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts und der Pflegebedarfsplanung.
Austauschtreffen ambulante Pflegedienste

Im März 2026 fanden im Landkreis Weilheim-Schongau zwei Workshops zur Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sowie zur Pflegebedarfsplanung statt. Organisiert wurden die Veranstaltungen von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes Weilheim-Schongau.

Ziel der Workshops war es, die vielfältigen Perspektiven der Akteure aus der Seniorenarbeit aktiv einzubinden und gemeinsam zentrale Herausforderungen sowie zukünftige Handlungsfelder zu erarbeiten. Die große Beteiligung zeigt die hohe Relevanz des Themas:
Rund 30 Teilnehmende beim ersten Workshop und etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten Workshop brachten ihre Expertise und Erfahrungen ein.

Der erste Workshop richtete sich insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter der ambulanten Pflegedienste sowie an weitere Akteure wie Krankenhaus, Pflegeversicherung und Palliativversorgung. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Fachkräftesituation, unterschiedliche Kundengruppen, Optimierungspotenziale im Versorgungsalltag sowie notwendige Strukturen zur Verbesserung von Kommunikationswegen und zur Schließung von Versorgungslücken.

Zudem wurde deutlich, wie wichtig die enge Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren ist – ein Austausch, der bereits im bestehenden Netzwerk, das sich zweimal jährlich trifft, aktiv gelebt wird. Ziel war es, gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln und konkrete Ansatzpunkte für zukünftige Maßnahmen zu identifizieren.

Beim zweiten Workshop standen die Perspektiven der kommunalen Seniorenvertretungen, sozialer Träger mit Beratungsangeboten sowie der Nachbarschaftshilfen im Fokus. Gemeinsam wurden die zentralen Schwerpunktthemen des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts diskutiert:

  •   Wohnen zu Hause sowie Orts- und Entwicklungsplanung
  •   Betreuung und Pflege
  •   Unterstützung pflegender Angehöriger
  •   Gesellschaftliche Teilhabe und Digitalisierung
  •   Angebote für besondere Zielgruppen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten zahlreiche Impulse, Ideen und konkrete Vorschläge ein, die nun in die weitere Konzeptarbeit einfließen.

Die Workshops machen deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Ziel der Fortschreibung ist es, ein lebendiges, praxisnahes Konzept zu entwickeln, das nicht nur als strategische Grundlage dient, sondern auch konkrete Handlungsoptionen für die Akteure im Landkreis aufzeigt.

„Uns ist es besonders wichtig, die Expertise vor Ort einzubeziehen. Nur so kann ein Konzept entstehen, das die tatsächlichen Bedarfe widerspiegelt und im Alltag auch gelebt wird“, so Lisa Merlonetti von der Seniorenfachstelle.

Auch in den kommenden Monaten wird der Beteiligungsprozess fortgeführt: Weitere Workshops sind bereits geplant, um zusätzliche Perspektiven einzubinden und die erarbeiteten Ansätze weiter zu vertiefen. Ergänzend wird eine Onlineumfrage durchgeführt, die es einer noch breiteren Öffentlichkeit ermöglicht, sich aktiv in den Prozess einzubringen.

Die Ergebnisse aller Beteiligungsformate werden anschließend ausgewertet und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Ausarbeitung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sowie der Pflegebedarfsplanung im Landkreis Weilheim-Schongau.

Informationen zur Seniorenfachstelle sind unter https://www.weilheim-schongau.de/aktuelles/seniorenfachstelle/  verfügbar.

Kategorien: Landkreis

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