Rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte sowie KI-Expertinnen und -Experten aus unterschiedlichsten Branchen kamen am Donnerstagabend, den 23. Juli 2026, auf Gut Schörghof zum inzwischen elften Kamingespräch zusammen. Veranstaltet wurde das Kamingespräch von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weilheim-Schongau, dem BDS Oberbayern-West und Gut Schörghof. Unter dem Titel „Führung zwischen KI-Dynamik und menschlicher Verantwortung“ trafen sie den Nerv der Zeit: Die Veranstaltung war ausgebucht.
Nach der Begrüßung durch Hausherrin Annabel von Bechtolsheim sowie den einleitenden Worten der Veranstalter eröffneten Dr. Sabine Muschik und Sabine Kerres den Abend mit einem fachlichen Impuls. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz sinnvoll nutzen können, ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Schnell wurde deutlich: Nicht die Technologie allein entscheidet über den Erfolg, sondern die Art und Weise, wie Veränderung geführt wird.
Im Anschluss folgte erstmals eine Fishbowl-Diskussion – ein offenes Austauschformat, bei dem sich die Teilnehmenden jederzeit aktiv in die Diskussion einbringen konnten. Statt eines klassischen Podiumsgesprächs entwickelte sich so ein lebendiger Dialog zwischen Expertinnen und Experten sowie den Gästen, welcher durch Petra Weust moderiert wurde. Auf dem Podium diskutierten die beiden Referentinnen sowie Matthias Bechtold, Geschäftsführer der Günter Bechtold GmbH, und Dr. Korbinian Spann, Geschäftsführer der GLOMAS Deutschland GmbH, mit den Gästen. Das Format wurde intensiv genutzt: Vom erfahrenen KI-Anwender bis hin zu Unternehmen, die sich erst am Beginn ihrer KI-Reise befinden, brachten zahlreiche Teilnehmende ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven ein.
Als zentrale Erkenntnis des Abends kristallisierte sich heraus, dass die Einführung von Künstlicher Intelligenz weit mehr als ein technisches Projekt ist – sie ist vor allem eine Führungsaufgabe. Nur wenn Führungskräfte den Wandel aktiv gestalten, Orientierung geben und ihre Mitarbeitenden frühzeitig einbinden, kann KI ihr volles Potenzial entfalten. Die Diskussion zeigte, dass mittelständische Unternehmen zwar große Chancen in Bereichen wie Wissensmanagement, Softwareentwicklung, Angebotserstellung oder Marketing sehen, gleichzeitig aber auch Unsicherheiten im Umgang mit der neuen Technologie bestehen. Einigkeit herrschte darüber, dass KI den Menschen nicht ersetzt, sondern sinnvoll unterstützen kann. Entscheidend ist deshalb ein verantwortungsvoller Einsatz, der Innovation ermöglicht, Vertrauen schafft und die Weiterentwicklung von Unternehmen und Mitarbeitenden gleichermaßen fördert.
Die Vielfalt der Teilnehmenden – vom Handwerksbetrieb über Industrie- und Dienstleistungsunternehmen bis hin zu digitalen Vorreitern – verlieh dem Abend eine besondere Dynamik. Gerade der Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven machte deutlich, dass es keine allgemeingültige Lösung für den Einsatz von KI gibt. Vielmehr braucht jedes Unternehmen seinen eigenen Weg – getragen von einer klaren Strategie und einer Führung, die Orientierung gibt und Veränderungen aktiv begleitet.
„Die große Resonanz zeigt, wie hoch der Bedarf an praxisnahem Austausch zum Thema Künstliche Intelligenz ist. Besonders wertvoll war der offene Dialog zwischen erfahrenen Anwendern und Unternehmen, die sich erst auf den Weg machen. Genau dieser Wissenstransfer stärkt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig.“, betont Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart.
Die Veranstalter, Gut Schörghof, die Wirtschaftsförderung des Landkreises Weilheim-Schongau und der BDS Oberbayern-West ziehen ein durchweg positives Fazit. Das 11. Kamingespräch hat erneut gezeigt, wie groß das Interesse an praxisnahen Zukunftsthemen ist und welchen Mehrwert der persönliche Austausch für die Unternehmen der Region bietet.
Bereits jetzt steht der nächste Termin fest: Das 12. Kamingespräch findet am 12. November 2026 statt und wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe fortsetzen.
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