Souverän und selbstbestimmt im ÖPNV unterwegs – auch mit Rollator

veranstaltete Mobilitätstraining für Seniorinnen und Senioren

Wichtige Hilfe für den Umgang mit dem ÖPNV: Seniorinnen und Senioren beim Mobilitätstraining
Mobilitätstraining

Am Montag, den 21. September 2026, veranstaltete der Landkreis Weilheim-Schongau ein Mobilitätstraining für Seniorinnen und Senioren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten in dem zweistündigen Kurs die wichtigsten „Dos & Don’ts“ für die sichere Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Das Mobilitätstraining richtete sich insbesondere an Personen, die auf einen Rollator oder andere Gehhilfen angewiesen sind. Organisiert wurde das Mobilitätstraining im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, um Seniorinnen und Senioren bei ihren alltäglichen Fahrten im ÖPNV zu unterstützen. Trainiert wurde praxisnah mit einem Linienbus, der von der RVO GmbH zur Verfügung stellte. Der Kurs wurde von der erfahrenen Bewegungs- und Mobilitätstrainerin Isabella Maria Weiss geleitet.

Das Mobilitätstraining umfasste die wesentlichen Verhaltensweisen im Bus und an der Haltestelle: Wo befinden sich die sichersten Sitzplätze im Bus? Wie kann ich mit meinem Rollator am einfachsten ein- und aussteigen? Wie steige ich möglichst gelenkschonend aus? Die Devise lautet stets: Mutig sein und im Zweifelsfall andere Fahrgäste aktiv ansprechen, um Hilfe zu erbitten. Und wer Hilfe angeboten bekommt, kann diese ohne schlechtes Gewissen annehmen. Ebenfalls mit dabei war Mathias Buchholz von der RVO GmbH, der anschaulich seine Sicht als Busfahrer schilderte und so hilfreiche Einblicke mitgeben konnte. So führte er beispielsweise vor, warum es so wichtig sei, an der Haltestelle genug Abstand zum Bordstein zu halten: Beim Anfahren der Haltestelle schwenkt der Bus nämlich aus, um einen möglichst barrierefreien Einstieg zu ermöglichen, sprich: ohne großen Spalt. Da kann der Seitenspiegel für die Köpfe der Fahrgäste zur Gefahr werden.

Die Teilnehmer zeigten sich während des Trainings offen für das Neuerlernte. „Um unser hektisches Leben menschlicher zu gestalten, können gerade ältere Menschen ein wertvolles Zeichen setzen, indem sie sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, um Hilfe bitten und damit diesen Lebensmoment zum wichtigsten und schönsten ihres Lebens machen“, sagte die Trainerin. „So kann aus dem Gegeneinander und Nebeneinander der Menschen wieder ein Miteinander und Füreinander werden, das alle verbindet.“ Der Landkreis Weilheim-Schongau wünscht allen Seniorinnen und Senioren eine allzeit gute und sichere Fahrt.

Kategorien: Landkreis

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