Icebreaker – Depression im Jugendalter wird von Jugendlichen thematisiert

Interaktives Theaterprojekt stärkt Aufklärung, Empathie und Prävention an Schulen

Begeistert von dem Theaterprojekt „Icebreaker“, das sich mit dem Thema Depression auseinander-setzt: alle Projektbeteiligten nach den gelungenen Vorstellungen im Gymnasium Weilheim
Theaterprojekt Icebreaker

Eine Theaterpremiere der besonderen Art fand am 16. April 2026 am Gymnasium Weilheim statt:  Schülerinnen und Schüler der Schule bereiteten das Thema Depression im Jugendalter gemeinsam und spielerisch in einem Stück auf. Die AOK Bayern förderte gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus Weilheim-Schongau das innovative Theaterprojekt und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Vorbeugung von Depressionen. Schirmherrinnen waren die bayerische Kultusministerin Anna Stolz und die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

Beim Theaterstück Icebreaker wird das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv: Stell Dir vor, Du bist für 60 Minuten Psychiater und darfst diagnostizieren. Welche der Figuren auf der Bühne sind an einer ernsthaften Depression erkrankt, und welche sind einfach nur “schlecht drauf”. Kann man das anhand einer Checkliste unterscheiden? In nur vier Tagen wurde das Stück mit Jugendlichen eingeprobt. Da das Publikum während der Aufführung immer wieder aufgefordert wurde, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen, erreichte man in dieser einen Schulwoche alle Schülerinnen und Schüler.

Die Zuschauer erkannten bei dem Stück, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln. Sie lernten, Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernten sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist. 

Durch theaterpädagogisches Erleben fanden die Zuschauer einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik der in der Familie Beteiligten, besonders die der Geschwisterkinder. Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nahm der Krankheit das Fremde und schuf Verständnis für Erkrankte und ihr direktes Umfeld. 

„Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt möglich gemacht haben – von den Organisatoren über die Lehrkräfte bis hin zu den unterstützenden Partnern. Besonders hervorheben möchte ich jedoch den Mut und das außergewöhnliche Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich als Schauspieler dieses sensiblen Themas angenommen und es mit großer Ernsthaftigkeit und Offenheit auf die Bühne gebracht haben“, sagte Benedikt Wiedemann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus Weilheim-Schongau.

Initiiert und finanziert wurde das Projekt mit Präventionsgeldern der AOK-Bayern und der Gesundheitsregionplus.

 

Kategorien: Landkreis

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