Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am Sonntag, 21. Juni 2026, am Freilichtmuseum Glentleiten 132 Menschen zur „längsten Menschenkette mit den unterschiedlichsten Ausbildungsberufen“. In einer eigens geschaffenen Kategorie stellten die Teilnehmenden damit ihren eigenen Rekord auf.
Lederhose neben Sommerhemd, Dirndl neben Wanderstiefeln – und mittendrin zwei goldene „10“-Ballons: Über die Almwiese zog sich eine eindrucksvolle Menschenkette aus Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt 78 verschiedenen Ausbildungsberufen. So entstand ein starkes Bild für die Vielfalt der beruflichen Ausbildung in der Region.
Auch für das Freilichtmuseum war es ein besonderer Tag: Die Glentleiten, das größte Freilichtmuseum Südbayerns, feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Damit trafen auf einer Almwiese gleich zwei Jubiläen zusammen. Museumsleiterin Dr. Julia Schulte to Bühne begrüßte die Teilnehmenden herzlich auf dem Museumsgelände.
Anlass für die Aktion war das zehnjährige Bestehen des Ausbildungskompasses. Vor einem Jahrzehnt von Monika Uhl ins Leben gerufen, verfolgt das Projekt das Ziel, Ausbildungsbetriebe im Oberland landkreisübergreifend sichtbar zu machen. Heute unterstützt der Ausbildungskompass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Unternehmen bei der Berufsorientierung. Getragen wird der Ausbildungskompass von den vier Gründerlandkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Zu den Partnern gehören zudem die Kreisentwicklungen und Wirtschaftsförderungen der Landkreise, die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, die Handwerkskammer für München und Oberbayern, die Kreishandwerkerschaften mit ihren Innungen, die Agentur für Arbeit sowie der Arbeitskreis SchuleWirtschaft.
Entsprechend vielfältig war die Beteiligung: Neben Teilnehmenden aus den vier Landkreisen reihten sich zahlreiche Ehrengäste in die Menschenkette ein. Darunter waren Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger sowie die vier Landräte Johann Bertl (Weilheim-Schongau), Anton Speer (Garmisch-Partenkirchen), Ludwig Schmid (Bad Tölz-Wolfratshausen) und Jens Zangenfeind (Miesbach), die selbst Teil der Kette wurden.
Landrat Johann Bertl, in dessen Landkreis der Ausbildungskompass seinen Sitz hat, hielt die Glentleiten für einen besonders passenden Veranstaltungsort. Gerade hier, vor dem Hintergrund der historischen Gebäude und des tradierten Handwerks wurde deutlich: „Früher bestimmte die Herkunft über die Zukunft junger Menschen. Heute schaffen Schul- und Berufsbildung Perspektiven für den eigenen Lebensweg."
Mit der Aktion setzten die Beteiligten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung der Ausbildung. Die vier Landkreise sind nicht nur lebens- und liebenswert, sondern bieten jungen Menschen auch eine außergewöhnlich große berufliche Vielfalt und zahlreiche Perspektiven für ihre Zukunft.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die an der Rekordaktion teilgenommen und dieses besondere Jubiläum mitgestaltet haben.
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