Urkunden des Umwelt- und Klimapakts Bayern verliehen

Drei Unternehmen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau für freiwilliges Engagement ausgezeichnet

Übergabe

An drei Unternehmen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau ging in diesem Jahr jeweils eine Urkunde des Umwelt- und Klimapakts Bayern. Landrätin Andrea Jochner-Weiß überreichte am 13. Juli 2021 im Landratsamt Weilheim die Urkunden an die Inhaber der Firmen Setral Chemie GmbH/ ECCO Gleittechnik GmbH (Seeshaupt), Rabeler Fruchtchips GmbH (Penzberg) und Bauer Unternehmensgruppe GmbH (Weilheim). Coronabedingt konnten die Unternehmen in diesem Jahr nicht gleichzeitig in einer Feierstunde gewürdigt werden, sondern nur nacheinander.

„Klimaschutz ist das Thema der Stunde“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Sie bedankte sich bei den Betriebsinhabern herzlich für deren Teilnahme und gratulierte zu der Würdigung des Umweltengagements durch die Urkunde. „Die Firmen in unserem Landkreis wissen durchaus, was sie tun. Sie handeln wirtschaftlich und ökologisch zugleich und bleiben bei dem Thema am Ball.“ Beim Umwelt- und Klimapakt handle der Freistaat sinnvoll und mit großem Erfolg, indem er ohne Zwang Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen im Unternehmen fördere.

1995 wurde der Umweltpakt Bayern initiiert, um Betriebe, Unternehmer und staatliche Einrichtungen zu motivieren, betrieblichen Umweltschutz über das Maß der gesetzlichen Vorgaben hinaus umzusetzen. Der Umwelt- und Klimapakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Er beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation. Beim aktuellen Umwelt- und Klimapakt kooperiert die Bayerische Staatsregierung mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sowie dem Bayerische Handwerkstag (BHT).

Eine Urkunde erhielt die Firma Setral Chemie GmbH/ Ecco Gleittechnik GmbH, vertreten durch Eigentümer Karl-Heinz Hensel sowie die Geschäftsführer Matthias Hensel und Bernard Fisic. Die Firma aus Seeshaupt stellt umweltverträgliche Spezialschmierstoffe her und entwickelt daneben Naturfasern zum Einsatz in der Industrie. Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 14001. Durch den Einsatz von eigenen Photovoltaikanlagen deckt sie den Großteil des Energiebedarfs auf nachhaltige Weise und kann sogar den eigenen CO2-Ausstoß überkompensieren.

Eine weitere Urkunde verlieh die Landrätin an die Firma Rabeler Fruchtchips GmbH, vertreten durch Hans Rabeler, Christian Rabeler und Felix Rabeler aus Penzberg.  Rabeler ist als Spezialist für walzengetrocknete Produkte aus Früchten, Gemüse und Getreide Lieferant für zahlreiche Lebensmittelhersteller. Die Leistungen für den Umweltpakt sind unter anderem beim Integrierten Umweltschutz durch Mitarbeiterschulungen und Abfallmanagement, bei der Energieeinsparung und der Verminderung des CO2-Ausstoßes zu verzeichnen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz einer energieeffizienten Wärmepumpe, einer modernen Dampferzeugungsanlage und die Deckung des Strombedarfs zu 60 Prozent durch eine PV-Anlage.

Als drittes Unternehmen erhielt die Weilheimer Firma Bauer Unternehmensgruppe GmbH eine Urkunde. Der Betrieb war bei der Verleihung vertreten durch Geschäftsführerin Barbara Christ und Robert Wittig, der im Betrieb für Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement zuständig ist. Die Firma produziert und montiert seit 1950 Maschinen, Baugruppen und komplette Fertigungsteile. Zudem setzt sie als Werkstätte Motoren instand und bietet Abgasturbolader im freien Ersatzteilmarkt an. Die Leistungen des Unternehmens beim Umweltpakt beziehen sich unter anderem auf die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001, den neutralen Einkauf von Energierohstoffen, das Biodiversitätsprojekt „Bauers Blumenwiese“ und zahlreiche Maßnahmen im Bereich Remanufacturing und nachhaltiges Wirtschaften.

Der inzwischen sehr prestigeträchtige Umwelt- und Klimapakt steht allen bayerischen Unternehmen, gleich welcher Größe, offen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist abgesehen von gesetzlichen Vorgaben zusätzlich praktizierter betrieblicher Umweltschutz. Die Teilnahme erfolgt nach Antragstellung für zunächst drei Jahre, mit Option auf Verlängerung und ist kostenfrei.

 

         
ECCO Gmbh/ Setral GmbH: Bernard Fisic, Karl-Heinz Hensel, Matthias Hensel
(v. li.) und Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart (ganz links)


Rabeler GmbH: Felix Rabeler, Christian Rabeler, Hans Rabeler (v. li) und
Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart (ganz links)
 

Bauer Unternehmensgruppe GmbH: Robert Wittig, Barbara Christ (v.li.) und
Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart (rechts)
 

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